Gerling-Quartier,
Köln

Das heutige 4,6 Hektar große Gerling-Areal bildet seinen eigenen Kosmos inmitten der Kölner Innenstadt. Nicht abgeschlossen, aber auch nicht einladend erfüllten die verschiedenen Bauten der ehemaligen Versicherungszentrale in erster Linie Repräsentationspflichten und blieben über Jahrzehnte im Inneren und Äußeren nahezu unverändert erhalten.

Projektdaten:
Auslober des Wettbewerbs: FRANKONIA Eurobau AG
Bauherr bis September 2012: FRANKONIA Eurobau AG
seitdem: IMMOFINANZ Group
1. Preis städtebaulicher Wettbewerb

Auszeichnungen:
Sonderpreis des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung – Gerling-Hochhaus, Köln, 2016

Mit dem Auszug des Gerling-Konzerns wird derzeit das Areal nach dem Masterplan von kister scheithauer gross zum innerstädtischen Wohn- und Geschäftsquartier umgewandelt und nachverdichtet. Am 18.10.2011 fiel der Startschuss für die Transformation. Zur Ausarbeitung der einzelnen Gebäude wurden vom damaligen Auftraggeber Frankonia fünf Büros zur weiteren Bearbeitung ausgewählt. Neben der Masterplanung und der Gestaltung der Piazza waren ksg unter anderem für die Realisierung des Torhauses (Neubau), des Hochhauses sowie des Friedrich-Wilhelm-Baus verwantwortlich.

Für das Gerling Quartier und die Nutzungsänderung in ein Wohn- und Geschäftsviertel ist der zentrale Gereonshof wichtigster Bestandteil in der Vision eines neuen Stadtquartiers. Als Herzstück des gesamten Ensembles diente er früher ausschließlich repräsentativen Zwecken und war durch die umliegende Büronutzung und die Durchgangsstraße kaum belebt. Bauherr und Architekt erkannten in dem ungenutzten Potenzial dieses Platzes die darin schlummernde urbane Qualität als Kern des neuen Ortes. Die Idee, einen mediterranen, lebendigen Platz nach dem Vorbild der „Piazza Navona“ in Rom zu schaffen und so das Ensemble der Stadt zurückzugeben. Ein öffentlicher Platz mit Geschäften, Außengastronomie und zur Mitte orientiertem Wohnraum. Durch die Entwicklung eines Torgebäudes an der westlichen Seite und die Sperrung für den Durchgangscharakter sollte der Piazza-Charakter zusätzlich verstärkt werden. „So einfach und selbstverständlich sich das anhört, war es doch eine besondere Projektentwicklung, die Büro- zu Wohnstrukturen umzuplanen. Dazu gehörte eine einfühlsame planerische Integration von Ergänzungsbauten und zusätzlichen Geschossen“, so Masterplaner Johannes Kister.

 

Wenn das Gerling-Areal fertiggestellt wird, verteilen sich 130.000 m2 Bruttogeschossfläche auf hochwertige Wohn- und Büroflächen in bester Innenstadtlage.