Heimathafen,
Düsseldorf

Das Projekt „Heimathafen“ besteht aus zwei 19-geschossigen Wohnhochhäusern und einem sechsgeschossigen Wohnungsgebäude, dem „Lofthaus“, entlang der Speditionstraße in Düsseldorf. Die Platzebene und die Speditionstraße haben unterschiedliche Höhen, so dass eine Treppenanlage beide Ebenen verbindet. Unterhalb des gesamten Grundstücks, auch unter dem Platz, befindet sich eine zweigeschossige Tiefgarage. Insgesamt entstehen hier 403 Wohneinheiten, 62 davon sind mietpreisgebunden. Die Fertigstellung ist bis Mitte 2020 geplant.

Projektdaten:

Auftraggeber: Frankonia Eurobau AG
Direktauftrag

Entwurfsverfasser Johannes Kister erläutert das Konzept: „Die Gestalt der beiden Wohnhochhäuser stellt sich außerhalb aktueller Trends. Das hat Gründe, die mit den Randbedingungen der Immissionsprävention zu tun haben. Ab 22 Uhr schließen sich die Fenster automatisch und direkte Belüftung ist nur mit einer Prallschei-benkonstruktion möglich. Das hat Balkone für die Wohnungen unmöglich gemacht. Aus diesen Randbedingungen ist ein Hochhaus mit einem ausgeklügelten französischen Fenster entstanden, das bis auf 30 cm auf den Boden führt. Eine doppeltürige Loggia öffnet sich bei Tag. Als Ausgleich ist die Turmspitze – anstatt Technikflächen – als eine grüne Dachterrasse für alle Bewohner entwickelt; im Sinne eines offenen Gemeinschaftsgarten in Kor-respondenz zu den Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss mit Empfang, Fitness und Cafelounge. Diese Funktionalität hat in der Gestaltung ein Echo gefunden – mit der grünlich patinierten Metallfassade an den Turmspitzen, die den Dachgarten mit Verglasungen (aber offenem Dach) umschließen. Eine tektonisch gegliederte Fassade, aus drei Ziegeln unterschiedlich schattierter Ziegelfarben gestaltet, bildet einen ruhigen Schaft, der auf einem anthrazitfarbenen Sockelgeschoss ruht. Ein Turmpaar, das wie zwei Campanile wirkt und einen Platz zum Wasserbecken zwischen sich aufspannt. Die Platzmitte ist mit einem „Tapis“ aus farbigen Betonplatten belegt, die aus den oberen Geschossen einen Blickfang bieten. Zwei Hochhäuser – so anders im Düsseldorfer Hafen – nicht aus Glas und Granit, sondern aus warmtonigen Ziegelstrukturen, die das vertikale Volumen in den präzisen Fassaden selbstverständlich im Stadtraum verorten.“