Quelle-Areal,
Nürnberg

Entworfen hat den monumentalen Bau entlang der Fürther Straße der Architekt Ernst Neufert. Gebaut wurde er als Versand- und Logistikzentrum ab 1953, fertiggestellt in fünf Bauabschnitten bis 1969. Bis 2024 soll die Immobilie jetzt in ein offenes, lebendiges Stadtquartier transformiert werden.

Projektdaten:

Auftraggeber: Gerchgroup

Es entstand ein Komplex von einer besonderen, spröden Schönheit mit Fassadenausfachungen aus chromlederfarbenem Hartbrandsteinen und markanten, fast ununterbrochen umlaufenden Sichtbetonbrüstungen und -stürzen. Die “Quelle-Versandmaschine“ ist mit ihren rund 250.000 m² Nutzfläche wahrscheinlich die konsequenteste Verwirklichung eines perfektionierten logistischen Konzepts. Bis heute beeindruckt der Bau gleichzeitig durch Monumentalität und Leichtigkeit.

Nach der Insolvenz von Quelle im Jahr 2009 wurden alle Förderanlagen demontiert; die einstige Funktion ist heute im Gebäude kaum mehr sichtbar. 2015 fiel dann der Hammer des Auktionators in der Zwangsversteigerung des Quelle-Versandzentrums bei 16,8 Mio Euro für den portugiesischen Immobilienentwickler Sonae Sierra. 2018 wechselte das Areal erneut den Besitzer und ging an die Düsseldorfer Gerchgroup. kister scheithauer gross ist schon seit 2012 mit der Entwicklung eines Nutzungskonzeptes in der Planung involviert, das zuerst eine Mischung aus Einkaufen, Gewerbe-, Sport- und Gemeinschaftseinrichtungen vorsah. Zusammen mit der Gerchgroup wird die Immobilie nun zu einem neuen Stadtquartier mit Wohnen und Arbeiten transformiert. Die Stadt Nürnberg wird sich auf einer Fläche von 42.000 m² einmieten und in den bis 2024 entstehenden modernen Büros einige kommunale Ämter bündeln.

Vor der Transformation