Maria-Magdalena-Kirche,
Freiburg

Im Herzen des neuen Stadtquartiers Rieselfeld entstand ein ganz besonderes Kirchengebäude. Zwei Kirchen, evangelisch und katholisch, sind in einem Gebäude – der Doppelkirche Freiburg – vereint und lassen sich zu einem einzigen ökumenischen Kirchenraum verbinden.

Projektdaten:
Bauherr: Erzbischöfliches
Bauamt Freiburg, 1. Preis
Realisierungswettbewerb

Auszeichnungen:
Anerkennung Deutscher
Architekturpreis 2005,
Anerkennung
Beispielhaftes Bauen
Freiburg 1998 – 2006

Die zwei Hauptwände sind in ihrem Verlauf mehrfach gefaltet und in unregelmäßiger Folge leicht nach innen und außen geneigt. Dadurch entsteht ein Eindruck der Offenheit und Beweglichkeit, ähnlich wie bei einem aufgespannten Zelt. Wie im klassischen Kirchenbau besitzt die Doppelkirche drei Längsschiffe. Die beiden Seitenschiffe beherbergen die Kirchenräume. Dabei erstreckt sich die katholische Kirche über die gesamte Länge, während die kleinere, evangelische Kirche in ihrem räumlichen Schwerpunkt gegenüberliegt. Das Mittelschiff nimmt die gemeinsame Eingangshalle auf, deren raumhohe Wände zu den Kirchen bei Bedarf zur Seite geschoben werden können. Sind diese vier Wände geöffnet, entsteht der große ökumenische Raum. Alle Außen- und Innenwände, selbst die verschiebbaren Trennwände, sind in Sichtbetonqualität errichtet. Eine imposante Holzbalkendecke spannt sich zwischen die mächtigen Wände und fasst die drei Kirchenschiffe unter einem gemeinsamen Dach zusammen.