Im Februar 2017 lobte der BLB NRW die Generalplanungsleistung für den Neubau eines Bürogebäudes mit Laboranteil zur Batterieforschung der RWTH Aachen aus. Das Forschungsgebäude CARL (Center for Ageing, Reliability and Lifetime Prediction of Electrochemical and Power Electronic Systems) soll Arbeitsgruppen zu den Fragestellungen der Alterung, Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Leistungselektronik und Batterien beherbergen. Es sind Büro- und Arbeitsflächen für 160 Personen vorgesehen, sowie verschiedene Werkstatt- und Laborbereiche. 

Entwurfsverfasser Johannes Kister erläutert den Entwurf von ksg: „Städtebaulich folgt der Entwurf den Vorgaben. Ein 6-geschossiger Kopfbau bildet ein starkes Entree zum Wissenschaftscampus. Die architektonische Detaillierung der Fenster mit der rhythmisch eingerückten Fläche (gebogene Fenster werden nicht als wirtschaftlich sinnvoll erachtet) verleiht dem Ziegelvolumen eine Dynamik und Eleganz zugleich. Insgesamt bildet das Ensemble eine klar ablesbare Einheit, die trotz der Höhendifferenz prägnant im Stadtraum ablesbar ist. Dazu trägt wesentlich auch das schräge Dach bei, welches mit Photovoltaik-Paneelen flächig belegt ist. Damit ist aus funktionalen Überlegungen das Schrägdach begründet. Ein schräges Dach hat im Unterschied zu einer Aufständerung von Photovoltaik-Elementen auch den Vorteil einer technisch langlebigen Entwässerung. In den geschlossenen Flächen der Fassade wird ein Ziegelstein vorgeschlagen, der in Kombination mit der Metallhaut der Container und deren Unterstellhalle eine gestalterische Balance von leichten und massiven Materialien herzustellen vermag. Die Nachhaltigkeit des Ziegels ist offensichtlich. Das Material Ziegel bezieht sich auch auf den Städtebau, der beginnend von dem Kopfbau (Ziegel) bis zur Landschaftsseite (Stahl / Metall) eine angemessene Sprache findet, das Institutsgebäuzde zu adressieren und in seiner Bedeutung richtig zu gewichten. Die innere Organisation folgt sehr genau den Vorgaben.“

Nach einem Verhandlungsverfahren mit skizzenhaftem Vorentwurf wurden nun ksg mit der Planung beauftragt.