Grundsteinlegung Jena

Am Donnerstag, den 14. Juni, wurde in Jena-Lobeda der Grundstein für das erste Hochhaus der Stadt seit der Wende gelegt.

Am Rande des Lobdeparks entsteht unter der Bauherrschaft der jenawohnen GmbH ein Gebäude, das Verwaltung, Gastronomie, Dienstleistungen, Arztpraxen und Wohnen beherbergen wird.

„Die Situation in Jena ist geprägt durch den Plan einer modernen Stadt, die mit großvolumigen Baukörpern eine fließende Stadtraumlandschaft darstellt. In diesem Kontext einer ‚suprematistischen‘ Moderne muss sich der Neubau als Solitär behaupten. Er darf in seiner Höhe ein bis zwei Geschosse über der Höhe von
35 Metern der umliegenden Scheiben hinausragen, um sich als Zeichen der Vertikalität in den Stadtraum einzuschreiben“, erläutert Entwurfsverfasser Johannes Kister von kister scheithauer gross architekten und stadtplaner mit Sitz in Köln und Leipzig. Neben dieser Eigenständigkeit als Architekturobjekt waren auch die Bindungen und Verbindungen zum Ort maßgeblich für das architektonische Konzept; zum Beispiel der diagonale Bezug zu den Naturräumen, seien es der Park oder der Blick zur Lobdeburg mit der Bergkulisse. Es entsteht eine Gebäudeform, die Bezüge der Umgebung aufnimmt und gleichzeitig – verstärkt durch die metallene Außenhaut – etwas Neues und Spektakuläres darstellen kann. „Schräge Metallflächen spiegeln die städtebauliche Positionierung auch im Detail wider. Die tektonische Struktur wird sichtbar und lässt auch die unterschiedlichen Nutzungen ablesbar werden“, so Kister weiter.

Aufgrund der Topographie ist das Gebäude aufgeständert und nutzt eine Fußgängerbrücke, um die Eingangsebene mit Café und Dienstleistungen zu erschließen. Vom ersten bis fünften Obergeschoss reicht der Verwaltungsbereich des gegenüberliegenden Universitätsklinikums. In den drei oberen Etagen entstehen auf 650 Quadratmetern sechs Panorama-Wohnungen mit gehobener Ausstattung – inklusive eines sensationellen Blicks auf Jena und die Lobdeburg.

jenawohnen-Geschäftsführer Tobias Wolfrum sieht das Gebäude als Gewinn für die gesamte Stadt Jena: „Jenas erstes Hochhaus nach der Wende spiegelt mit seiner futuristischen Architektur die erfolgreiche Entwicklung des Stadtteils wider und schafft zugleich Nähe: Durch seine diagonale Positionierung verbindet es den Park, die umliegenden Wohngebäude und das Universitätsgelände.“

In einem Partneringverfahren mit dem Bauunternehmen Züblin sollen die Bauarbeiten bis Anfang 2019 durchgeführt werden.