Königsufer und Neustädter Markt Dresden Entwurf ksg 2. Phase

Einen „wichtigen Beitrag zum Weiterbauen sensibler historischer Stadtquartiere“ sah die Jury im Beitrag von ksg zum städtebaulichen Wettbewerb Königsufer und Neustädter Markt in Dresden und zeichnete den Entwurf mit dem dritten Preis aus.

Die Arbeit, die unter der Feder von Prof. Johannes Kister entstand, entwickelt ihre Gestaltungsparameter aus der Verbindung von Baukörper und Dach, um zu einer stadträumlich wirksamen Silhouette zu gelangen. Die großen Dächer der bedeutenden Gebäude heben sich adress- und identitätsbildend von der neuen Dachlandschaft der Wohnhäuser ab. Ein Rhythmus von großen öffentlichen und kleinteiligen privaten Gebäuden ist das Charakteristikum des Neustädter Elbpanoramas.

Mit dieser Körnung kann die städtebauliche Ergänzung an die gebaute Vielfältigkeit der Historie neu anschließen. Gelingt es, die Tradition der Parzellenbildung mit qualifizierten Gebäuden wiederzubeleben, ist ein wesentlicher Schritt getan. Denn eine derartige Parzellierung trägt zur urbanen Verdichtung und zur Stärkung des für die Stadt Besonderen bei.

Dabei ist es nicht der historische Stadtgrundriss, der für den Entwurf Pate stand, auch verzichtet der Entwurf bewusst auf eine rekonstruktive Bebauung. Viel mehr ist es die atmosphärische Wirkung der stadträumlichen Historie, die zusammen mit dem Dialog von Solitären und „normalen“ Häusern eine urbane Besonderheit erzeugt und mit ihrer Geometrie auf den Neustädter Markt Bezug nimmt.