19.10.2011 Grundsteinlegung im Gerling-Areal
Gestern fiel der Startschuss für die Transformation des Büro-Komplexes der ehemaligen Gerling-Versicherungen zum städtischen Wohnquartier.
Fast drei Jahre nach dem Auszug des Gerling-Konzerns wird das Areal nach dem Masterplan von ksg zum innerstädtischen Wohn- und Geschäftsquartier umgewandelt und nachverdichtet. ksg feierte gestern gemeinsam mit dem Bauherren, der Frankonia Eurobau AG, die Grundsteinlegung.
Der Masterplan von ksg setzt sich aus mehreren Grundsatzentscheidungen zusammen, die zu einer städtebaulichen Strategie verschmelzen. Die Eigenart der Architektur - das Spiel mit Höhen und Tiefen sowie der städtische Charakter von steinernen Flächen und Volumina - bleiben erhalten. Alle für den Bestand bedeutsamen Gebäude wie Hufeisen und Rundbau inklusive der flachen Zwischenriegel bleiben bestehen.
Zugleich wird die Bestandsfläche von 112.000 m² um circa 18.000 m² erweitert. Dabei entwickelt sich das Prinzip „Nachverdichtung" aus dem Bestand und ist zugleich auf das städtebauliche Ziel ausgerichtet, Stadträume zu schaffen, Durchgänge zu öffnen, Zwischenräume erlebbar zu machen und den Kontakt mit der Umgebung herzustellen.
15 Gehminuten von Dom und Rhein entfernt, ist der zentrale Platz des Gerling-Areals wichtiger Bestandteil der Vision eines neuen Stadtquartiers. Als Herzstück des gesamten Ensembles diente er früher ausschließlich repräsentativen Zwecken und war durch die umliegende Büronutzung und die Durchgangsstraße kaum belebt. Bauherr und Masterplaner erkannten in dem ungenutzten Potenzial des Platzes die darin schlummernde urbane Qualität als Kern des neuen Ortes. Die Idee, einen mediterranen, lebendigen Platz nach dem Vorbild der Piazza Navone in Rom zu schaffen, entstand als Leitvision: mit dem vorhandenen Brunnen, neuem Straßencafé und Restaurant, von hochwertigen Stadtwohnungen umgeben. Durch die Entwicklung eines Torgebäudes an der westlichen Seite und die Sperrung der Durchfahrtsstraße wird der Piazza-Charakter noch verstärkt.
Zusätzlich zu Masterplan, Platzgestaltung und Neubau des Torhauses, entwickelte ksg gemeinsam mit den beteiligten Architekturbüros ein denkmalschutzgerechtes Konzept zur energetischen Fassadensanierung; die äußere Schicht der Natursteinplatten wird um die Stärke der Dämmung verschoben. Alle Gebäude können so nach DGNB zertifiziert werden.
Im nordöstlichen Teil des Quartiers erfolgt die Nachverdichtung über den Neubau von Stadthäusern; das sogenannte „Haus von Werth" wird ebenfalls nach den Plänen von ksg realisiert.
Wenn 2014 das Gerling-Areal fertiggestellt wird, verteilen sich 130.000 m2 Bruttogeschossfläche auf hochwertige Wohn- und Büroflächen in bester Innenstadtlage.