Am 9. April wurde in Jena-Lobeda im Beisein des Oberbürgermeisters Dr. Thomas Nitzsche und mit an die 120 Gästen Richtfest gefeiert. Hier entsteht nach dem Entwurf von ksg das seit der Wende erste Hochhaus. Das zehngeschossige Wohn- und Geschäftsgebäude wird u.a. der Verwaltung des Universitätsklinikums Jena (UKJ), Arztpraxen, Gewerbeeinheiten, einem Café und sechs Mietern der Wohnungen mit exklusivem Panoramablick eine neue Adresse in der Kastanienstraße 1 geben. Die Anschrift stand Pate für den Namen des Hochhauses: K1.

In seiner Keynote zur Stadtplanung stellt Johannes Kister in sechs Thesen zur Diskussion, wie die Harmonisierung von Wohnen und Produktion in der “Stadt der Zukunft” zu erwarten ist. Welche Zukunft haben Industrie und produzierendes Gewerbe in unserer Stadt? Ist die Rückkehr von Industrie in die Stadt gewollt, machbar und zielführend? Und wenn ja, wie lassen sich Industrie und Wohnen in der Stadt miteinander in Einklang bringen? Urbane Fabriken  sollen sich mit ihren Standorten und Anlagen intelligent in das städtische Umfeld integrieren und die Produktion in der Stadt sichtbar machen. Neue Technologien und Innovationen bereiten den Weg für den Einzug intelligenter Fabriken – sogenannter „Smart Factories“ – in die Stadt vor. Welche Chancen und Herausforderungen entstehen durch die Symbiose aus Stadt und Industrie für Bevölkerung und Unternehmen? Das soll nicht nur diskutiert, sondern die Rahmenbedingungen, das Mögliche und das Unmögliche in Workshops erarbeiten werden.

Veranstaltungsort: IHK Köln, Börsen-Saal / 18.00 – 20.00 Uhr
Um Anmeldung wird gebeten.

Zusammen mit dem Redakteur Conrad von Meding widmet sich Johannes Kister beim Salonfestival in Hannover der wichtigen Frage, was eine Stadt lebenswert macht. Fragen und planerische Ansätze in diese Richtung bestimmen das Leben unzähliger Menschen: Immerhin werden bis zum Jahr 2030 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Aber mit welchen Zielen und Parametern soll die Entwicklung gesteuert werden? Ist die Funktionstrennung in Wohnquartier und Gewerbegebiet zielführend? Oder sind Urbanität und Dichte die Lösung? Und vor allem: Wem gehört die Stadt? Ist sie das Ergebnis der verantwortungsvollen Zivilgesellschaft oder ein Sammelsurium an Parallelgesellschaften, deren Augenmerk auf jeweiligen Eigeninteressen liegt?

Donnerstag, 21. März 2019
Central-Hotel Kaiserhof, Hannover

Tickets für die Veranstaltung gibt es über die Webseite des Salonfestivals: www.salonfestival.de

Einen “wichtigen Beitrag zum Weiterbauen sensibler historischer Stadtquartiere” sah die Jury im Beitrag von ksg zum städtebaulichen Wettbewerb Königsufer und Neustädter Markt in Dresden und zeichnete den Entwurf mit dem dritten Preis aus.

Die Arbeit, die unter der Feder von Prof. Johannes Kister entstand, entwickelt ihre Gestaltungsparameter aus der Verbindung von Baukörper und Dach, um zu einer stadträumlich wirksamen Silhouette zu gelangen. Die großen Dächer der bedeutenden Gebäude heben sich adress- und identitätsbildend von der neuen Dachlandschaft der Wohnhäuser ab. Ein Rhythmus von großen öffentlichen und kleinteiligen privaten Gebäuden ist das Charakteristikum des Neustädter Elbpanoramas.

Mit dieser Körnung kann die städtebauliche Ergänzung an die gebaute Vielfältigkeit der Historie neu anschließen. Gelingt es, die Tradition der Parzellenbildung mit qualifizierten Gebäuden wiederzubeleben, ist ein wesentlicher Schritt getan. Denn eine derartige Parzellierung trägt zur urbanen Verdichtung und zur Stärkung des für die Stadt Besonderen bei.

Dabei ist es nicht der historische Stadtgrundriss, der für den Entwurf Pate stand, auch verzichtet der Entwurf bewusst auf eine rekonstruktive Bebauung. Viel mehr ist es die atmosphärische Wirkung der stadträumlichen Historie, die zusammen mit dem Dialog von Solitären und “normalen” Häusern eine urbane Besonderheit erzeugt und mit ihrer Geometrie auf den Neustädter Markt Bezug nimmt.

 

ksg STELLT EIN: CAD-MANAGER (m/w/d)

Für die Ausführungsplanung anspruchsvoller und komplexer Großprojekte in ganz Deutschland und zur Verstärkung unserer Planungsteams suchen wir eine/n engagierte/n CAD-Manager/in an unserem Standort im Kölner Rheinauhafen.

Das sind wir:

kister scheithauer gross architekten und stadtplaner ist ein national tätiges Architekturbüro mit Niederlassungen in Köln und Leipzig. Unser Spektrum reicht von der Masterplanung bis zur Innenarchitektur. Wir arbeiten zum Beispiel daran, in Nürnberg die zweitgrößte leerstehende Immobilie Deutschlands zu einem wohnlichen Quartier zu transformieren, die Nachbarschaft des Kölner Doms stadtplanerisch aufzuwerten und Forschung von Bremen bis Freiburg auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Bei uns finden Sie eine offene und kollegiale Atmosphäre, eine eigenverantwortliche und abwechslungsreiche Beschäftigung mit spannenden Projekten und integrales Planen mit BIM, interne fachübergreifende Fortbildungen in unserer ksg-Akademie und Angebote wie das Job-Ticket und die Adobe Creative Suite auch für zu Hause – kurzum eine langfristige Perspektive in einem dynamischen und inspirierenden Umfeld.

Das sind Sie:

Ihre Leidenschaft für Gestaltung und Architektur verbinden Sie mit einem überdurchschnittlich versierten Umgang mit AutoCAD Architecture. Sie haben mindestens drei Jahre Erfahrung in der Planung mit hohem Detaillierungsgrad. Ein Hochschulabschluss ist uns dabei nicht so wichtig: Wir freuen uns auch über Bewerbungen von ambitionierten Bauzeichnern/Bauzeichnerinnen mit Berufserfahrung.

Zu Ihren Aufgaben als CAD-Manager gehören:

  • Erarbeitung und Abstimmung von CAD-Konventionen für die Projektabwicklung
  • Anlegen der Projektstrukturen in AutoCAD
  • Qualitätssicherung der eigenen CAD-Daten
  • Koordination, Integration und Kontrolle der CAD-Planungsbeiträge unserer Fachingenieure
  • Entwicklung von Problemlösungen in Abstimmung mit Bauherren und Fachingenieuren
  • Organisation und Durchführung von Schulungen zur vertieften Anwendung von AutoCAD Architecture
  • Unterstützung in der Ausführungs- und Detailplanung

Wir freuen uns auf neue Kolleginnen und Kollegen mit Teamgeist und einer strukturierten, eigenverantwortlichen Arbeitsweise. Grundlegen für uns sind eine gewissenhafte und qualitätsbewusste Herangehensweise, professioneller Umgang mit Planungspartnern und sicheres Deutsch in Wort und Schrift. Gute Englischkenntnisse, eine Autodesk-Zertifizierung und BIM-Erfahrung wären ein Plus.

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter dem Stichwort “CAD-Manager” zu Händen von Prof. Johannes Kister per E- Mail an koeln@ksg-architekten.de.

Wir freuen uns auf Sie!

Was wird aus einer Braunkohle-Region nach dem Ausstieg aus der Braunkohle? Auf der ersten Strukturkonferenz der SPD Kerpen kommen am 1. Februar die Bürger zu Wort. In der öffentlichen Veranstaltung geht es ab 14.00 Uhr um die Entwicklung gemeinsamer Ideen für die Zukunft des Rhein-Erft-Kreises. Prof. Johannes Kister zeigt in seinem Impulsvortrag Maßstäbe für Stadtentwicklung.

Informationen zur Veranstaltung finden sich hier: www.spd-kerpen-mitte-west.de

In der Innenstadt von Magdeburg wird eine Brachfläche direkt am Übergang von Universität zu Breitem Weg wieder Ort für städtisches Leben: Hier wird mit den UniArkaden ein Gebäudekomplex für Einzelhandel, Hotel und Boardinghouse, Wohnen und Arbeiten entstehen. Aus acht Wettbewerbsbeiträgen wurde nun der Entwurf von kister scheithauer gross architekten und stadtplaner (ksg) aus Köln/Leipzig mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Das „städtebauliche Argument“ des prämierten Entwurfs entwickelt sich aus der gemeinsamen Betrachtung des Wettbewerbsgebietes und des Ideenteils im Osten. Aus dieser ergibt sich die funktionale Zuordnung, aber vor allem die typologische Struktur und die sinnvolle stadträumliche Platzierung zweier Hochpunkte als Auftakte für die Walther-Rathenau-Straße.

Mäander für die Europäische Stadt

Im Wettbewerbsgebiet entlang der Walther-Rathenau-Straße entsteht eine rund 26 Meter tiefe Gebäudestruktur – allerdings nicht mit gerade Blockkanten, sondern in einer mäandrierenden Form mit Vor- und Rücksprüngen. „Die Rhythmisierung und optische Kleinteiligkeit atmet den Geist der Europäischen Stadt,“ erläutert Prof. Johannes Kister, Gesellschafter von ksg und Entwurfsverfasser, den Entwurfsgedanken. Neben den ablesbaren Volumen werden hier aber auch „tiefe“ Nutzungen, etwa für Labore oder Institutsgebäude der gegenüberliegenden Universität, möglich.

Die Form der Rhythmisierung entsteht durch die genaue Analyse des stadträumlichen Kontexts: Der Bau stellt sich nicht zwischen Universität und Breiten Weg, sondern lädt explizit zur schnellsten Verbindung ein – sie schneidet sogar ganz deutlich in den Baukörper ein. Dieselbe Geste schafft es außerdem, die „eigenwillige“ Ausrichtung des Theaters aufzunehmen und zu reflektieren.

Belebende Wege

Die Durchwegung ist es auch, die den Projektnamen „UniArkaden“ räumlich mit Leben füllen: Die Verbindungsfunktion und ein Magnet in Form eines Vollsortimenters bringt Laufkundschaft in das Innere des Komplexes und macht die Lage für unterschiedlichste Geschäfte attraktiv. Zum Universitätsplatz öffnet sich die Durchwegung zu einer Plaza, die das „interne“ Leben nach außen sichtbar macht. Es entsteht keine äußerlich abgeschottete Mall, sondern ein sichtbar belebter, einladender Straßenraum.

Unterstrichen wird dieser Effekt durch die Komposition um die Plaza mit unterschiedlichen Gebäudebausteinen. Das Hotel wird nicht allein als solches, sondern in erster Linie als volumetrischer Eckbaustein des Quartiers wahrgenommen. Der Büroturm erhält in den obersten drei Geschossen eine Auskragung in Richtung Stadtzentrum, das „Stadtfenster“, das sowohl besondere Räume für die Nutzer generiert als auch den einen besonderen Blickpunkt für die Ansicht vom Universitätsplatz bietet.

Prof. Johannes Kister bringt die vielen Details und Leitgedanken des Baus folgendermaßen auf den Punkt: „In dem Entwurf bildet sich eine Haltung ab, die eine charakteristische und prägnante Architektur aus dem städtebaulichen Kontext generiert und diese als wichtiges Instrument der gemeinsamen Identität der Stadt versteht.“

Farbe und Identität

Im Hinblick auf die Fassade, die entlang des Baukörpers mit seladongrüner Keramik verkleidet wird, während die Innenseiten des Stadtfenster sich in einem blassen Rot absetzen, fügt er hinzu: „Magdeburg ist die bunte Stadt von Bruno Taut, Farbe ist eine Identität von Magdeburg. Wir zielen mit unserer farbigen Keramikfassade auf die städtebauliche Wirkung ab, aber in einem weiteren Rahmen natürlich auch auf diesen historischen Kontext.“

Das Standardwerk der Bauentwurfslehre ist gerade in seiner 42. Auflage erschienen. Johannes Kister und andere renommierte Architekten verraten ihre Erfolgsgeheimnisse jetzt digital und multimedial in Videointerviews.

“Gerade für angehende Architekten ist es reizvoll, sich mit den ganz persönlichen Herangehensweisen erfahrener Kollegen zu beschäftigen. So erfahren sie aus erster Hand, wie ein Entwurfsprozess abläuft,” sagt Johannes Kister als Herausgeber des Neuferts zu der Idee, das gedruckte Werk mit praxisnahen Interviews zu erweitern.

Wie gehen Architekten an einen Entwurf heran? Welche Schwerpunkte setzen Sie dabei? Und wie entsteht aus dem Entwurf Architektur? Seit über 80 Jahren finden Architekten Fakten und Grundlagen dazu in der Bauentwurfslehre von Ernst Neufert – dem Standardwerk, das sich mit Normen, Vorschriften, Maßen und Raumbeziehungen in der Entwurfsphase auseinandersetzt. Jetzt blickt das Team um Johannes Kister, der das Buch im Auftrag der Neufert Stiftung seit der 38. Auflage als Herausgeber betreut, hinter die Kulissen und stellte renommierten deutschen Architekten und Ingenieuren diese und weitere Fragen zu speziellen Entwurfsthemen aus dem „Neufert“. Entstanden sind daraus etwa 10-minütige Videos, die an den passenden Stellen in der gerade bei Springer Vieweg erschienenen 42. Auflage des Buches über einen Code eingebunden sind. Käufer des Buches können sich mithilfe der Codes diese interaktiven Zusatzinhalte mit der Springer Nature More Media-App auf ihrem Smartphone oder Tablet ansehen. Die App ist in allen gängigen App-Stores kostenfrei erhältlich.

Erhältlich auf der Verlagsseite.

In nächster Nähe zum Dom findet sich in Köln ein vergessener und vernachlässigter Ort – das ehemalige WDR-Karree. Hier ein lebendiges, attraktives und nachhaltiges Stadtquartier zu entwickeln, war Gegenstand des städtebaulichen Verfahrens, das von der Düsseldorfer GERCHGROUP ausgelobt worden war. Nach drei Durchgängen fiel gestern Abend die Entscheidung: Die Pläne zur Neugestaltung des Laurenz-Carrés werden von kister scheithauer gross (ksg) entwickelt.

Das ehemalige WDR-Areal liegt im Herzen der historischen Altstadt, zwischen Roncalliplatz und Dom im Norden, der Einkaufsmeile Hohe Straße im Westen und dem Rathausensemble im Osten. Trotz der Lage und der historischen Bedeutung des Gebietes, beeindruckt es heute eher mit einem ausgeprägten Hinterhofcharakter. Als neue Besitzerin eines Großteils des Areals hat die Gerchgroup hier ein städtebauliches Verfahren angestoßen, das gestern zusammen mit Vertretern der Stadt Köln einstimmig entschieden wurde. Ziel des Verfahrens war es, auf dem Planungsgebiet mit ca. 9.000 m² und nun Laurenz-Carré genannt, ein gemischtes, urbanes Quartier entstehen zu lassen. Dafür sollten die stadträumliche Entwicklung der Gebäudekubaturen, Maßstäblichkeit, Höhenentwicklung, Zuordnung der Nutzungen und denkmalpflegerische Auswirkungen in den Blick genommen werden. Angestrebt wurde eine Nutzungsmischung von Hotel, Wohnen, Büro und hochwertigen Einzelhandelsnutzungen im Erdgeschoss.

Der städtebauliche Entwurf von ksg macht dafür das Straßenkreuz Budengasse/Unter Goldschmied zum wesentlichen Gerüst der Straßenräume im Laurenz-Carré.  Eine Stärkung der Budengasse wird durch die Orientierung der Eingänge zu den Gewerbeflächen im Erdgeschoss erreicht. Ein städtebaulicher Durchstich zur Sporergasse verleiht dieser Situation mit ihrer leichten Aufweitung zur Budengasse eine Selbstverständlichkeit und bringt neue Blickverbindungen zum Dom. Ein Neubau mit großem Innenhof, der an das Senatshotel angedockt wird, verankert das Wohnen im Quartier

Das Senatshotel mit seiner unter Denkmalschutz stehenden Fassade wird zum Maßstab der Kubaturen und Höhenentwicklungen im gesamten Quartier. Die Neubauten bilden deutlich einen fünfgeschossigen Horizont von unter 18 Metern, ihre rhythmisierte Höhenentwicklung greift das Markante einer Altstadt und die differenzierte Körnigkeit der Umgebung auf. Entwurfsverfasser Prof. Johannes Kister bringt das Konzept auf den Punkt: „Es entstehen einzelne Häuser als Stadtbausteine, die durch ihren Maßstab präzise auf den Kontext reagieren.“

Der Juryvorsitzende, Prof. Jörg Aldinger, ist überzeugt: “Köln kann sich über eine gelungene und spannende Symbiose von Städtebau und Stadtvitalisierung freuen.” Und auch Mathias Düsterdick, Vorstandsvorsitzender der Gerchgroup, sieht mit der Entscheidung für die Pläne von ksg “einen wichtigen Schritt für die Umsetzung des rund 250 Mio. Euro Entwicklungsvolumen umfassenden Projektes” getan.

An dem Wettbewerb zum Laurenz-Carré hatten neben ksg noch fünf weitere, auch internationale Büros teilgenommen: Schilling Architekten, Köln; Ingenhoven Architects, Düsseldorf; Baumschlager Eberle, Lustenau, Österreich; Henning Larsen, München und Krischanitz, Wien/Zürich.

Zum Tag der Architektur am 23. Juni 2018 laden wir zusammen mit der TU Darmstadt und osd ganz herzlich zu zwei Führungen durch das Gerhard-Pahl-Zentrum, dem neuen Lehrzentrum Maschinenbau der TU Darmstadt ein. Um 11:00 und 13:00 Uhr freuen wir uns auf viele Besucher und auf im wörtlichen Sinne erhellende Einblicke in eine Halle, die keine Schatten wirft, und Betonträger, die in ihr schweben.

Am Donnerstag, den 14. Juni, wurde in Jena-Lobeda der Grundstein für das erste Hochhaus der Stadt seit der Wende gelegt.

Am Rande des Lobdeparks entsteht unter der Bauherrschaft der jenawohnen GmbH ein Gebäude, das Verwaltung, Gastronomie, Dienstleistungen, Arztpraxen und Wohnen beherbergen wird.

„Die Situation in Jena ist geprägt durch den Plan einer modernen Stadt, die mit großvolumigen Baukörpern eine fließende Stadtraumlandschaft darstellt. In diesem Kontext einer ‚suprematistischen‘ Moderne muss sich der Neubau als Solitär behaupten. Er darf in seiner Höhe ein bis zwei Geschosse über der Höhe von
35 Metern der umliegenden Scheiben hinausragen, um sich als Zeichen der Vertikalität in den Stadtraum einzuschreiben“, erläutert Entwurfsverfasser Johannes Kister von kister scheithauer gross architekten und stadtplaner mit Sitz in Köln und Leipzig. Neben dieser Eigenständigkeit als Architekturobjekt waren auch die Bindungen und Verbindungen zum Ort maßgeblich für das architektonische Konzept; zum Beispiel der diagonale Bezug zu den Naturräumen, seien es der Park oder der Blick zur Lobdeburg mit der Bergkulisse. Es entsteht eine Gebäudeform, die Bezüge der Umgebung aufnimmt und gleichzeitig – verstärkt durch die metallene Außenhaut – etwas Neues und Spektakuläres darstellen kann. „Schräge Metallflächen spiegeln die städtebauliche Positionierung auch im Detail wider. Die tektonische Struktur wird sichtbar und lässt auch die unterschiedlichen Nutzungen ablesbar werden“, so Kister weiter.

Aufgrund der Topographie ist das Gebäude aufgeständert und nutzt eine Fußgängerbrücke, um die Eingangsebene mit Café und Dienstleistungen zu erschließen. Vom ersten bis fünften Obergeschoss reicht der Verwaltungsbereich des gegenüberliegenden Universitätsklinikums. In den drei oberen Etagen entstehen auf 650 Quadratmetern sechs Panorama-Wohnungen mit gehobener Ausstattung – inklusive eines sensationellen Blicks auf Jena und die Lobdeburg.

jenawohnen-Geschäftsführer Tobias Wolfrum sieht das Gebäude als Gewinn für die gesamte Stadt Jena: „Jenas erstes Hochhaus nach der Wende spiegelt mit seiner futuristischen Architektur die erfolgreiche Entwicklung des Stadtteils wider und schafft zugleich Nähe: Durch seine diagonale Positionierung verbindet es den Park, die umliegenden Wohngebäude und das Universitätsgelände.“

In einem Partneringverfahren mit dem Bauunternehmen Züblin sollen die Bauarbeiten bis Anfang 2019 durchgeführt werden.

Noch sieht es aus wie Land Art, aber ab Mitte 2020 darf hier gewohnt werden: Unter dem Namen “Win Win” entstehen im Düsseldorfer Medienhafen zwei Türme und ein Loftgebäude für die Frankonia Eurobau AG. Gerade wurde der Grundstein gelegt. Wer genau hinsieht, kann ihn mitten in der riesigen Baugrube entdecken.

Das Projekt besteht aus zwei 19-geschossigen Wohnhochhäusern und einem sechsgeschossigen Wohnungsgebäude, dem „Lofthaus“, entlang der Speditionstraße in Düsseldorf. Die Platzebene und die Speditionstraße haben unterschiedliche Höhen, so dass eine Treppenanlage beide Ebenen verbindet. Unterhalb des gesamten Grundstücks, auch unter dem Platz, befindet sich eine zweigeschossige Tiefgarage. Insgesamt entstehen hier 403 Wohneinheiten, 62 davon sind mietpreisgebunden. Die Fertigstellung ist bis Mitte 2020 geplant.

Die Projektseite der Frankonia findet sich hier: http://winwin-duesseldorf.de/

 

In nur einer Woche konnten die Architekten von ksg drei feierliche Baustellen besuchen: Der Opal, der Wohnturm, der in Köln direkt am Rhein für Kondor Wessels entsteht, feierte Richtfest, ebenso die Pilotfaseranlage des Fraunhofer-Zentrums HTL in Bayreuth. In Jena fiel mit dem ersten Spatenstich der Startschuss für die Bauarbeiten am neuen Geschäfts- und Wohnhaus der jenawohnen.

Herzlichen Glückwunsch und gutes Gelingen weiterhin für alle drei Projekte!

Die Stahlbauten der Nachkriegsmoderne sind oft unentdeckt, da Stahl meist doch mehr versteckter Helfer denn sichtbarer Akteur war. Unter dem Titel “Versteckte Moderne” zeigt die Ausstellung im AIT ArchitekturSalon Hamburg beispielhafte Projekte aus den 50er und 60er Jahren sowie exponierte Beispiele bis in die 80er. Dabei sind etwa das Gerling-Hochhaus in Köln, das Mannesmann-Hochhaus in Düsseldorf, beide aus den 50er Jahren, und die Mensa der TU Dresden aus den 70ern. Neben den architektonischen und konstruktiven Einzel- wie Besonderheiten der Gebäude stehen der Umgang, der Erhalt und die Sanierung im Fokus.

Grundlage der Ausstellung ist eine Studie des bauforumstahl in Kooperation mit dem daf-Institut der Hochschule Anhalt in Dessau, die sich der Forschung nach und über diese Gebäude, ihrer Dokumentation und Einordnung widmet.

Im Februar 2017 lobte der BLB NRW die Generalplanungsleistung für den Neubau eines Bürogebäudes mit Laboranteil zur Batterieforschung der RWTH Aachen aus. Das Forschungsgebäude CARL (Center for Ageing, Reliability and Lifetime Prediction of Electrochemical and Power Electronic Systems) soll Arbeitsgruppen zu den Fragestellungen der Alterung, Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Leistungselektronik und Batterien beherbergen. Es sind Büro- und Arbeitsflächen für 160 Personen vorgesehen, sowie verschiedene Werkstatt- und Laborbereiche. 

Entwurfsverfasser Johannes Kister erläutert den Entwurf von ksg: “Städtebaulich folgt der Entwurf den Vorgaben. Ein 6-geschossiger Kopfbau bildet ein starkes Entree zum Wissenschaftscampus. Die architektonische Detaillierung der Fenster mit der rhythmisch eingerückten Fläche (gebogene Fenster werden nicht als wirtschaftlich sinnvoll erachtet) verleiht dem Ziegelvolumen eine Dynamik und Eleganz zugleich. Insgesamt bildet das Ensemble eine klar ablesbare Einheit, die trotz der Höhendifferenz prägnant im Stadtraum ablesbar ist. Dazu trägt wesentlich auch das schräge Dach bei, welches mit Photovoltaik-Paneelen flächig belegt ist. Damit ist aus funktionalen Überlegungen das Schrägdach begründet. Ein schräges Dach hat im Unterschied zu einer Aufständerung von Photovoltaik-Elementen auch den Vorteil einer technisch langlebigen Entwässerung. In den geschlossenen Flächen der Fassade wird ein Ziegelstein vorgeschlagen, der in Kombination mit der Metallhaut der Container und deren Unterstellhalle eine gestalterische Balance von leichten und massiven Materialien herzustellen vermag. Die Nachhaltigkeit des Ziegels ist offensichtlich. Das Material Ziegel bezieht sich auch auf den Städtebau, der beginnend von dem Kopfbau (Ziegel) bis zur Landschaftsseite (Stahl / Metall) eine angemessene Sprache findet, das Institutsgebäuzde zu adressieren und in seiner Bedeutung richtig zu gewichten. Die innere Organisation folgt sehr genau den Vorgaben.”

Nach einem Verhandlungsverfahren mit skizzenhaftem Vorentwurf wurden nun ksg mit der Planung beauftragt.

Zur Unterstützung unserer Teams suchen wir an unseren Standorten im Kölner Rheinauhafen und der Leipziger Innenstadt Praktikant*innen. Es geht um spannende Wettbewerbe und Projekte! Dafür setzen wir Teamfähigkeit, selbständiges Arbeiten sowie gute AutoCAD- und AdobeCreativeSuite-Kenntnisse voraus.

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit max. 3MB per Email: koeln@ksg-architekten.de

Für unsere Durchführungsabteilung in unserer Leipziger Niederlassung suche wir gestalterisch sichere Projektarchitekten (m/w/d) für die Bearbeitung der Leistungsphasen 2 – 5.

Ihre Aufgaben: 

In einem motivierten Team bearbeiten Sie unterschiedliche Bauaufgaben in den Leistungsphasen 2 – 5, projektabhängig auch darüber hinaus. Hierbei entwickeln Sie selbstverantwortlich im Team für verschiedene Bauaufgaben maßgeschneiderte Konzepte und setzen diese planerisch um. Besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der Fortschreibung der gestalterischen Ideen und deren technischer Umsetzung sowie der Herstellung der Genehmigungsfähigkeit.

Ihr Profil: 

Sie haben Ihr Hochschul- oder Fachhochschulstudium der Architektur (Master / Dipl.-Ing.) erfolgreich abgeschlossen und verfügen über herausragende gestalterische und technische Fähigkeiten. Sie haben mindestens 5 Jahre Berufserfahrung. Sie sind hochmotiviert, engagiert und sicher im Umgang mit AutoCAD, Grafikprogrammen (Adobe Photoshop / InDesign) sowie Office-Programmen. Sie sind ein kommunikativer Mensch und haben Freude an der Arbeit im Team. Sie sind deutschsprachig und sprechen im besten Fall weitere Sprachen. Wir bieten Ihnen spannende architektonische Aufgaben in einem kollegialen Umfeld in Festanstellung.

Ihre Bewerbungsunterlagen: Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Arbeitsproben Studium und weiterführende Tätigkeiten sowie frühestmöglicher Einstiegstermin und Gehaltsvorstellung) in deutscher Sprache unter Angabe der Stellenbezeichnung „Projektarchitekt“ im Betreff als PDF Datei (max. 10 MB) zu Händen von Prof. Johannes Kister per Mail an koeln@ksg-architekten.de.

„Das Gebäude verschafft dem PZMS eine eigenständige architektonische Identität und fügt sich selbstbewusst in die Umgebung ein“, so die Jury zum Entwurf von kister scheithauer gross architekten und stadtplaner (ksg). Diese erhielten im anonymen Realisierungswettbewerb für den Neubau eines präklinischen Zentrums für Molekulare Signalverarbeitung (PZMS) auf dem Campus Homburg, Universität des Saarlandes, am Ende den 1. Preis. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein hochmodernes Forschungsgebäude mit einer Nutzfläche von ca. 4 335 m², in dem insgesamt ca. 195 Mitarbeiter Spitzenforschung auf dem Gebiet der molekularen Signalverarbeitung betreiben werden. Der Auslober erwartete einen funktionalen Neubau, der die Chance des Baufeldes und damit die weithin sichtbare Gestaltung der Campuserweiterung nutzt. Die besondere Bedeutung der Maßnahme für die Gesamtentwicklung des Universitätscampus wird durch die exponierte Lage des Baufeldes unterstrichen.

„Der Standort mit seiner Topographie und dem Richtungsschwenk der Bebauungsstruktur bilden eine Herausforderung. Gleichzeitig können diese Randbedingungen dem Laborbau eine unverwechselbare Identität verleihen“, so Entwurfsverfasser Prof. Johannes Kister. Durch die Topographie erhält das Gebäude zwei Erdgeschosse, die mit der öffentlichen Zone des Seminarraumes und der Sitztreppe für Studenten sowie der eigentlichen Institutseingangsebene eine funktionale Lösung ermöglichen. „Das ‚Ineinanderschieben‘ des Labor-und Bürowinkels optimiert einerseits die nicht gleichen Flächenverteilungen von Labor und Büro, bildet aber mit einem Innenhof auch eine attraktive offene Kommunikationszone aus. Die ringförmige Typologie vermeidet ‚Sackgassen‘ und schafft flexible Büro- und Laborkombinationen für eine zukünftige Entwicklung. Das typologische Grundgerüst ist einerseits kompakt, führt aber auch zu einer volumetrischen Erscheinung, die auf den Richtungswechsel im Städtebau reagiert. Das Fassadenmaterial aus Betonsteinen betont die skulpturale Homogenität des Baukörpers und seine skulpturale Präsenz“, so Kister weiter.

Noch bis Montag, 18. September 2017, sind die Arbeiten im großen Sitzungssaal im Erdgeschoss des Landesverwaltungsamtes Saarbrücken zu sehen. Die Preisverleihung wird am 18. September 2017 durch Bauminister Klaus Bouillon vorgenommen.